Der globale Halbleitermarkt sendet zum Jahreswechsel ein klares Signal: Die nächste Investitionswelle rollt. Und diese könnte vermutlich grösser, länger und komplexer als frühere Zyklen sein. Treiber dieser Dynamik sind Unternehmen wie der weltweit führende Auftragsfertiger TSMC, der für 2026 soeben ein Investitionsbudget von USD 52 bis 56 Mrd. angekündigt hat. Das entspricht einem Anstieg von bis zu 37% gegenüber dem Vorjahr, was deutlich über den Markterwartungen liegt. Branchenanalysten rechnen nun damit, dass die gesamten Chip-Investitionen in diesem Jahr um rund ein Fünftel zulegen werden. Ein perfektes Umfeld für die heimische VAT Group, schliesslich verfügt der Weltmarktführer für Hochleistungs-Vakuumventile über ein unverzichtbares Schlüsselbauteil in nahezu jedem Halbleiterfertigungsschritt.
Wie gut die Grosswetterlage derzeit für VAT ist, zeigen die jüngst veröffentlichten Zahlen zum Schlussviertel 2025. Der Auftragseingang sprang auf CHF 305 Mio. hoch – ein Plus von 28% gegenüber dem Vorquartal und 14% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Damit übertraf VAT die Marktprognosen um rund ein Viertel. Das entsprechende Book-to-Bill-Ratio, also das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz, signalisiert mit 1.2 einen klaren Aufschwung. Ein Teil dieses Volumens entfällt zwar auf Vorzieheffekte von geschätzten CHF 30 bis 35 Mio., ausgelöst durch Preisanpassungen ab Januar 2026 und durch antizipierte Kapazitätsengpässe bei Kunden. Entscheidend ist jedoch der strukturelle Kern der Nachfrage. Getragen wurde der Bestelleingang vor allem von Investitionen in moderne Logik- und Speichertechnologien, aber auch von Kapazitätserweiterungen im Zuge massiver KI-Rechenzentrumsinvestitionen. Der Umsatz lag im vierten Quartal mit CHF 257 Mio. zwar auf dem Niveau des Vorquartals und 9% unter dem Vorjahr, übertraf aber dennoch die Konsensschätzungen. Nach vorläufigen Berechnungen geht das Unternehmen davon aus, dass die EBITDA-Marge für das Gesamtjahr bei rund 30% liegen wird. Dass dieser Wert nicht höher ausfällt, ist insbesondere negativen Währungseffekten geschuldet. Der freie Cashflow zeigt sich mit mehr als CHF 225 Mio. dagegen ausgesprochen robust. Die detaillierten Ergebnisse für das Gesamtjahr 2025 werden am 3. März veröffentlicht.
Einen konkreten Ausblick auf dieses Jahr blieb das Management bisher noch schuldig und wird diesen ebenfalls Anfang März bekannt geben. Analysten zufolge dürfte die kurzfristige Entwicklung eher volatil ausfallen: Währungseffekte und mögliche Nachholeffekte aus den Vorbestellungen des letzten Quartals könnten das erste Halbjahr unruhig gestalten. Mittelfristig jedoch mehren sich die positiven Signale. Laut Unternehmensangaben sind HBM- und DRAM-Kapazitäten für 2026 bereits weitgehend ausgebucht, und die Investitionen der Speicherhersteller in jene Vakuumanwendungen, die für VAT relevant sind, scheinen sich gegen Ende 2025 weiter beschleunigt zu haben. Analysten erwarten für VAT in diesem Jahr ein Orderwachstum von rund einem Fünftel. Der Blick nach vorne zeigt eine Branche im strukturellen Wandel. KI, Automatisierung und Digitalisierung dürften die Nachfrage nach Rechenleistung nachhaltig erhöhen. Gleichzeitig führen geopolitische Diversifizierung, staatliche Förderprogramme und technologische Komplexität zu höheren Eintrittsbarrieren – ein Vorteil für spezialisierte Qualitätsanbieter wie VAT. Für das in Haag im Kanton St. Gallen ansässige Unternehmen gilt: In einem Zyklus, in dem Komplexität grossgeschrieben wird, sind präzise Komponenten oft genauso wertvoll wie die spektakulären Maschinen oder die immer schneller werdenden Prozessoren.
Die VAT-Aktie reagierte mit einem weiteren Kurssprung auf die jüngsten Zahlen und nimmt nun allmählich das Allzeithoch von CHF 528 aus Juni 2024 ins Visier. Den neuen Barrier Reverse Convertibles würde ein Abpraller an dieser Marke keine Probleme bereiten. Das Produkt ist dafür geschaffen, dass es bereits bei stagnierenden Kursen eine attraktive Rendite ermöglicht. Darüber hinaus sind BRCs traditionell mit bedingtem Teilschutz ausgestattet. Bei einer maximalen Laufzeit von einem Jahr hält der neue Barrier Reverse Convertible auf die VAT Group einen Coupon von 12.00% p.a. parat. Um den Höchstertrag zu erreichen, darf der heimische Mid-Cap sogar moderat zurücksetzen. Wichtig ist, dass das Underlying die Barriere bei 59% des Anfangslevels nicht touchiert. Eine Softcallable Option in der Struktur kann dafür sorgen, dass das Produkt vorzeitig zurückgezahlt wird.
Die jüngste Kursreaktion hat gezeigt, dass Anleger derzeit «heiss» auf Chip-Aktien sind. Sollte es VAT gelingen, weiterhin von den hohen Investitionen in der Branche zu profitieren, könnten neue Rekorde an der Börse winken. Mutige Trader können darauf mit Long-Papieren setzen. Insgesamt befindet sich eine hohe Vielfalt an Hebelprodukten in der Palette von Leonteq, die aufwärtsgerichtete Kurse in überproportionale Gewinne verwandeln. Darüber hinaus stehen auch Warrants, Warrants mit Knock-out und Mini-Futures mit einer Short-Ausrichtung zur Verfügung. Diese würden sich unter anderem dafür eignen, sollte die VAT-Aktie nach ihrem Sprint – allein in diesem Jahr steht ein Kursplus von 27% zu Buche – auf Konsolidierungskurs gehen.
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