Der Countdown für den grössten Börsengang aller Zeiten läuft. Am kommenden Freitag, 12. Juni 2026, soll SpaceX an der US-Technologiebörse Nasdaq debütieren. Wenige Tage vor dem Initial Public Offering (IPO) rührte der Gründer und CEO des Weltraumunternehmens in der New Yorker Zentrale von J.P. Morgan die Werbetrommel. Elon Musk trat zusammen mit Jamie Dimon, dem CEO der als Bookrunner am IPO beteiligten US-Grossbank, auf. Allerdings war der reichste Mensch der Welt nicht persönlich im Saal anwesend, sondern wurde aus dem 51. Stock des Gebäudes per Video zugeschaltet. Bevor sich die beiden Protagonisten rund 20 Minuten lang über die Pläne und Ziele des Börsenkandidaten unterhielten, ergriff Maye Musk das Mikrofon. Die Mutter des Unternehmers gab eine kurze Liebeserklärung an ihren vielseitig begabten und visionären Sohn ab.
Es ist schwer zu sagen, ob die Unterstützung der 78-Jährigen Einfluss auf das Orderbuch genommen hat. Fest steht: Das Interesse der Investoren am Mega-IPO ist riesig. SpaceX bietet insgesamt 555.6 Mio. Aktien zu einem Festpreis von USD 135 an. Laut unbestätigten Meldungen war die Emission bereits eine Woche vor der Erstnotiz zweifach überzeichnet. Das heisst, Investoren hatten rund USD 150 Mrd. bereitgestellt, um bei dem Börsengang dabei zu sein. Die immense Bewertung scheint sie nicht abzuschrecken. Zum genannten IPO-Preis würde SpaceX auf eine Marktkapitalisierung von USD 1.75 Bio. kommen und damit auf Anhieb zu den zehn grössten Börsenkonzernen der Welt zählen. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen einen Umsatz von weniger als USD 18 Mrd. erwirtschaftet. Unter dem Strich fiel 2024 ein Verlust von knapp USD 5 Mrd. an. Für das Minus waren vor allem die hohen Investitionen in den Bereich Künstliche Intelligenz verantwortlich.
Elon Musk verkauft die KI als den grossen Wachstumstreiber für SpaceX. In seiner Investorenpräsentation skizziert er einen adressierbaren Markt von stattlichen USD 28.5 Bio. Dieser gigantische Kuchen entfällt zu mehr als drei Vierteln auf das KI-Geschäft. Während SpaceX bereits heute das Sprachmodell Grok mit rund 117 Mio. monatlich aktiven Nutzern betreibt, sollen künftig unter anderem Rechenzentren ins All verlagert werden. Dabei kann Musk auf ein erfolgreiches Kerngeschäft bauen. Mit den «Falcon»-Raketen erreicht das Unternehmen, gemessen an der in den Weltraum transportierten Nutzlast, einen Marktanteil von 80%. Auch Starlink ist führend. Das Internetnetzwerk mit mehr als 9'600 Satelliten erstreckt sich über 164 Länder. Anfang 2026 ist die Zahl der Nutzer über die Marke von 10 Mio. gestiegen (siehe Grafik). Das Segment «Connectivity» arbeitet profitabel. 2025 erwirtschaftete die Sparte eine operative Marge (auf Stufe angepasstes EBITDA) von 63.2 %. Elon Musk möchte den gesamten Konzern in die Gewinnzone führen. Zu den langfristigen Zielen von SpaceX zählen neben signifikant höheren Umsätzen auch eine Nettomarge (GAAP) von rund 45%.
Noch ist es nicht so weit. Für Anleger, die angesichts der üppigen Bewertung und des allgemeinen Hypes vor einem Einstieg zurückschrecken, hat Leonteq Alternativen vorbereitet. Bis zum Tag des IPOs stehen Callable Barrier Reverse Convertibles auf die SpaceX-Aktie zur Zeichnung offen. Unabhängig davon, wie sich der Kurs des Börsenneulings im ersten Jahr entwickelt, wird der Coupon fällig. In der Produktwährung CHF beträgt die vierteljährliche Ausschüttung 16.00 % p.a. Beim auf USD lautenden Pendant fällt der Coupon um 400 Basispunkte p.a. höher aus. Die Barriere liegt bei 59% des Anfangslevels. Solange die SpaceX-Aktie nicht auf oder unter diese Marke fällt, erhalten Anleger das Nominal bei Endfälligkeit vollständig zurückbezahlt. Nach einer Barriereverletzung erlischt der Teilschutz. In diesem Fall wäre das Investment dem vollen Kursrisiko des Basiswerts ausgesetzt. Bitte beachten Sie ausserdem die Callable-Funktion. Sie ermöglicht eine vorzeitige Kündigung und Rückzahlung dieser BRCs.
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