Am 7. Mai hat Van Cleef & Arpels erstmals eine Boutique in Florenz eröffnet. In der prestigeträchtigen Via dè Tornabuoni kann die Kundschaft über zwei Etagen auf einer Gesamtfläche von 260 m2 die Kollektionen der 1906 gegründeten Maison entdecken. Für persönliche Beratungsgespräche stehen spezielle Räume zur Verfügung. Es ist nicht bekannt, wie die Geschäfte in der Hauptstadt der Toskana bisher laufen. Fest steht, dass die Schmucksparte dem Luxusgüterkonzern Richemont zu einem soliden Start in die Fiskalperiode 2026 (per 31.03.) verholfen hat. Das Segment, zu dem neben Van Cleef & Arpels Buccellati, Cartier und Vhernier zählen, steigerte die Umsätze im ersten Quartal zu konstanten Wechselkursen um 11%. Der Schmuckbereich ist damit das dritte Quartal in Folge prozentual zweistellig gewachsen. Derweil gingen die Erlöse im Uhrensegment im abgelaufenen Vierteljahr um 7% zurück. Insgesamt konnte Richemont für den Zeitraum April bis Juni 2025 zu konstanten Wechselkursen ein Wachstum von 6% auf EUR 5.4 Mrd. verbuchen. Damit haben sich die Geschäfte im Rahmen der Analystenerwartungen entwickelt.
Regional betrachtet zeigen sich deutliche Unterschiede. In Amerika, Europa sowie in der Verkaufsregion Mittlerer Osten & Afrika – diese Märkte stehen zusammen für rund 57% der Konzernumsätze – ist Richemont jeweils prozentual zweistellig gewachsen. Derweil stagnierten die Erlöse im Raum Asien-Pazifik. Sequenziell hat sich die Lage in China, Hongkong sowie auf der Ferieninsel Macau zwar verbessert. Doch zusammengerechnet gingen die Umsätze hier um 7% zurück. Mit einer starken Entwicklung im Rest von Asien-Pazifik, vor allem in Australien und Südkorea, konnte Richemont diese Delle ausgleichen. Um 15% eingebrochen sind die Umsätze in den ersten drei Monaten der Geschäftsperiode 2026 in Japan. Hier machte sich der starke Yen negativ bemerkbar – er vermasselte zahlungskräftigen Touristen die Lust auf Luxusshopping. Im Vorjahr hatte Richemont noch von der Schwäche der japanischen Währung profitiert.
Wie gewohnt legt der Branchenriese für den Dreimonatszeitraum keine Ergebniszahlen vor. Nur so viel: Per 30. Juni verfügte Richemont über ein Cashposition von netto EUR 7.4 Milliarden. Einen Ausblick auf das Gesamtjahr gab das Management um CEO Nicolas Bos nicht ab. Gleichwohl zeigt der Zwischenbericht, dass der Konzern relativ gut mit einem schwierigen, von Handelsstreitigkeiten und Währungsschwankungen geprägten Umfeld zu Recht kommt. Dabei dürfte sich die eigene Preispolitik bezahlt machen. Im Mai hatte Verwaltungsratspräsident Johann Rupert durchblicken lassen, dass Richemont bei den Preiserhöhungen vorsichtiger vorgegangen war, als die Konkurrenz. Obwohl die Börse den Zwischenbericht mit Kursabschlägen quittiert hat, steht das Unternehmen auch hier relativ gut da. Auf Sicht von 12 Monaten zeigt Richemont gegenüber dem Branchenriesen LVMH eine Outperformance von annähernd 40 Prozentpunkten. Übrigens: Die französische Gruppe präsentiert am Donnerstag, 24. Juli, ihre Semesterzahlen.
Eine ordentliche Figur gibt die Richemont-Aktie auch als Basiswert für einen neuen Softcallable Barrier Reverse Convertible ab. Unabhängig von der weiteren Kursentwicklung bei dem SMI-Titel erhalten Anleger bei der auf CHF lautenden Emission eine vierteljährliche Couponzahlung in Höhe von 8.4% p.a. Die Barriere liegt bei 64% des Anfangslevels. Solange Richemont während der Laufzeit von 18 Monaten nicht auf oder unter diese Marke fällt, zahlt die Emittentin das Nominal vollständig zurück. Andernfalls erlischt der Teilschutz. Damit es bei der Maximalrendite bleibt, müsste Richemont nach einer Verletzung der Barriere zur Schlussfixierung wieder auf oder über dem Strike zu finden sein. Aufgrund der Softcallable-Funktion ist eine vorzeitige Kündigung dieses BRCs möglich. Macht Leonteq von diesem Recht an einem der vordefinierten Termine Gebrauch, würden Anleger innert weniger Tage neben dem Nominal einen anteiligen Coupon erhalten.
Trader aufgepasst: Richemont zählt zum grossen und stetig wachsenden Fundus an Basiswerten für Hebelprodukte von Leonteq. Das Zürcher Fintech handelt annähernd 40 Varianten auf das Luxusgüterunternehmen. Neben Mini-Futures (long/short) stehen Warrants mit Knock-out (call/put) zur Verfügung. Anleger können dadurch sowohl auf steigende Kurse bei Richemont setzen, als auch auf fallende.
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