Die jüngste Erholung der Halbleiterbranche wirkt fast trotzig. Nach einem spürbaren Dämpfer Ende vergangenen Jahres feiern Chip-Aktien eine Renaissance, die selbst geopolitischen Spannungen standhält. Weder die Unsicherheiten rund um den Konflikt im Iran noch konjunkturelle Sorgen konnten den jüngsten Aufwärtstrend bis dato bremsen. Investoren setzen wieder verstärkt auf den Sektor – angetrieben von strukturellen Wachstumsthemen wie Künstliche Intelligenz. In diesem Umfeld rückt auch Intel wieder stärker in den Fokus. Lange Zeit hatte der bereits 1968 gegründete Chipriese mit operativen Problemen und wachsendem Wettbewerbsdruck zu kämpfen. Doch die jüngsten Daten deuten auf eine Stabilisierung hin. Mit seinem Zahlenwerk für das erste Quartal sorgte Intel für einen Paukenschlag – und das im positiven Sinne. Sowohl der Umsatz als auch die Margenentwicklung übertrafen die Prognosen der Analysten. Besonders das Geschäft mit Rechenzentrums- und KI-Chips entwickelte sich robuster als befürchtet. Hier zeigt sich, dass Intel zunehmend von der KI-getriebenen Nachfrage profitiert. Positiv fiel zudem das Kostenmanagement ins Gewicht: Der Konzern konnte seine Ausgaben diszipliniert steuern und so die Profitabilität stützen. In Zahlen ausgedrückt liest sich die Bilanz folgendermassen: Der Umsatz nahm im Jahresvergleich um 7% auf USD 13.6 Mrd. zu, Analysten hatten im Schnitt nur Erlöse von USD 12.4 Mrd. auf dem Zettel. Die Ebitda Marge verbesserte sich spürbar auf 41%. Beim Gewinn pro Aktie erreichte Intel zwischen Januar und März einen Wert von USD 0.29, auch dieser lag deutlich über der durchschnittlichen Schätzung von USD 0.01.
Ein weiteres Highlight zum Jahresauftakt war die Entwicklung im klassischen PC-Geschäft. Nachdem dieser Bereich in den vergangenen Quartalen unter schwacher Nachfrage gelitten hatte, zeichnet sich nun eine Bodenbildung ab. Diese ersten Anzeichen einer Erholung geben Anlass zur Hoffnung, dass Intel hier wieder stabilere Umsätze erzielen kann. Im entsprechenden Segment, der Client Computing Group (CCG), wurden USD 7.7 Mrd. erlöst, ein kleines Plus von USD 100 Mio. gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt ergibt sich aus den Quartalszahlen das Bild eines Unternehmens, das sich operativ neu ausrichtet und dabei erste Fortschritte erzielt. Der Ausblick des Managements unterstreicht diese vorsichtige Zuversicht. Intel erwartet für die kommenden Quartale eine moderate Verbesserung der Geschäftsentwicklung, getragen von einer anziehenden Nachfrage im Rechenzentrumssegment und einer schrittweisen Erholung im PC-Markt. Gleichzeitig bleibt der Konzern vorsichtig, was die makroökonomischen Rahmenbedingungen betrifft. Unsicherheiten in der globalen Wirtschaft sowie geopolitische Risiken könnten weiterhin für Volatilität sorgen. Für das aktuelle Quartal stellt Intel eine erneute Umsatzsteigerung auf dann USD 13.8 bis 14.8 Mrd. und einen Gewinn je Aktie von 8 Cent in Aussicht. Der Markt hatte lediglich Erlöse von USD 13.08 Mrd. auf der Rechnung.
Ein wesentlicher Faktor für das zuletzt wieder gestiegene Vertrauen der Investoren ist auch die Rolle der US-Regierung. Im Zuge industriepolitischer Initiativen zur Stärkung der heimischen Halbleiterproduktion hat Washington Intel unterstützt. Diese Beteiligung beziehungsweise Förderung wurde am Markt positiv aufgenommen und ging mit einem deutlichen Kursanstieg der Aktie einher. Marktteilnehmer werten dies als Signal, dass Intel eine zentrale Rolle in der strategischen Technologiepolitik der USA spielt. Trotz der verbesserten Perspektiven bleibt die Einschätzung der Analysten zurückhaltend. Der Konsens stuft die Aktie derzeit mit „Neutral“ ein, das durchschnittliche Kursziel liegt mit USD 75.42 sogar rund ein Zehntel unter der aktuellen Notierung. Zwar werden die Fortschritte anerkannt, doch bestehen weiterhin Zweifel, ob Intel im intensiven Wettbewerb langfristig wieder zu alter Stärke zurückfinden kann. Für Investoren bleibt die Aktie damit ein Spiel auf Zeit – mit Chancen, aber auch Risiken.
Das neutrale Rating passt bestens zum Auszahlungsprofil von Barrier Reverse Convertibles. Dementsprechend hat Leonteq zwei neue BRCs auf Intel mit attraktiven Konditionen aufgelegt. Die auf CHF lautende Variante ist mit einem Coupon von 10.50% p.a. ausgestattet, das USD-Papier bringt es sogar auf 14.50% p.a. Darüber hinaus verfügen beide Produkte über einen soliden Risikopuffer mit europäischer Barriere von 50%, welcher in der 15-monatigen Laufzeit das Nominal schützt. Besonders positiv dabei ist, dass es sich um eine europäische Barriere handelt, die zusätzliche Sicherheit bietet. Die Schwelle ist nämlich nur zum Schlussfixing aktiv und lässt dem Basiswert damit während der Laufzeit unbegrenzten Bewegungsspielraum.
Wer höhere Risiken nicht scheut, kann bei der Aktie von Intel auch auf Hebelprodukte setzen. Leonteq hält hierfür eine breite Auswahl bereit – darunter zahlreiche Mini-Futures sowie klassische Warrants und Knock-out-Produkte. Diese Instrumente ermöglichen es, überproportional an Kursbewegungen teilzuhaben. Anleger können dabei flexibel sowohl auf steigende Kurse (Long) als auch auf fallende Notierungen (Short) setzen.
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