Der Markt für moderne Abnehm- und Stoffwechselmedikamente bleibt in Bewegung. Mit dem Zuschlag für den Adipositas-Spezialisten Metsera hat Pfizer soeben ein deutliches Zeichen in der Branche gesetzt und damit den Wettbewerb im milliardenschweren GLP-1-Segment neu angefacht. Der Deal zeigt einmal mehr, dass die Pharma-Schwergewichte bereit sind, tief zu investieren, um sich Zugang zu Wirkstoffinnovationen zu sichern. Für die kleine Bachem als strategischen Zulieferer solcher komplexen Moleküle eröffnet das langfristig Chancen – gerade weil das Unternehmen derzeit massiv in zusätzliche Kapazitäten investiert.
Parallel zu den gegenwärtigen Branchenthemen rückt auch noch ein wichtiges internes Thema bei Bachem ins Zentrum: ein bevorstehender Führungswechsel. Anfang kommenden Jahres wird Anne-Kathrin Stoller die Leitung von Thomas Meier übernehmen. Die langjährige Bachem-Managerin, die zuletzt das US-Geschäft verantwortet hat, muss das Unternehmen in eine Phase des operativen Hochlaufs führen und gleichzeitig die Glaubwürdigkeit ambitionierter Wachstumsziele sichern. Eine Schlüsselaufgabe wird der reibungslose Produktionsstart der neuen Grossanlagen am Konzernsitz in Bubendorf sowie der Ausbau in Übersee und die Kapazitäten in Eiken sein.
Operativ läuft es aktuell rund: Im ersten Halbjahr 2025 kletterte der Umsatz auf CHF 313 Mio. empor, das entspricht einem Plus von gut 30% im Jahresvergleich. Die Ebitda-Marge verbesserte sich deutlich auf 29.1%. Insbesondere die zugelassenen Wirkstoffe und Entwicklungsprojekte trugen zu diesem Wachstum bei, während Forschungschemikalien leicht rückläufig waren. Gleichzeitig investiert der Auftragshersteller für Wirkstoffe, insbesondere Peptide und Oligonukleotide, kräftig. Allein zwischen Januar und Juni flossen über CHF 129 Mio. in neue Produktionskapazitäten. Das zentrale Grossprojekt, die Anlage «Gebäude K», schreitet planmässig voran und soll im zweiten Halbjahr die Produktion aufnehmen. Diese zusätzliche Kapazität gilt als Vorrausetzung für den angepeilten Umsatzsprung ab 2026.
Der Markt für GLP-Therapien ist derzeit einer der grössten Wachstumstreiber in der globalen Pharmaindustrie und dabei Chance und Herausforderung zugleich. Auf der positiven Seite steht eine dauerhaft hohe Nachfrage nach Produktionsvolumen und komplexer Peptidchemie. Wie bereits erwähnt, positioniert sich hier Bachem mit gezielten Investitionen in Grossanlagen. Doch es gibt auch Risiken: Der Hype um Abnehmpräparate hat sich zuletzt etwas abgekühlt. Gleichzeitig investieren grosse Hersteller wie Novo Nordisk und Eli Lilly massiv in die eigne Fertigung. Die Rolle von CDMO-Partnern wie Bachem dürfte aber dennoch zentral bleiben, um die Flexibilität und Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Auf dieses Argument hat auch die künftige Vorstandsvorsitzende Stoller bereits hingewiesen.
Dass Bachem zuversichtlich ist, zeigt sich auch in ambitionierten Zielen. Für 2025 erwartet die Gesellschaft ein Erlöswachstum von 13% bis 18% und eine Ebitda-Marge im hohen Zwanzigerbereich. Für das kommende Jahr peilt das Management dann einen Umsatz von mehr als CHF 1 Mrd. sowie eine Marge von über 30% an. Um das zu erreichen werden in diesem Jahr mehr als CHF 400 Mio. investiert. Neue Anlagen in der Schweiz und den USA sowie operative Verbesserungen sind nämlich die Bausteine dieser Wachstumsstrategie. Analysten gehen davon aus, dass ab 2026 dann auch der Gewinnturbo zündet. Für 2026 wird ein Anstieg beim Ergebnis je Aktie von mehr als die Hälfte erwartet, im Jahr darauf immerhin noch ein Plus von rund einem Fünftel.
Am Kapitalmarkt haben sich die positiven Aussichten bislang noch nicht durchgesetzt. Auf Sicht von einem Jahr hat die Aktie sogar rund ein Drittel an Wert verloren. Vor allem Verzögerungen beim Kapazitätsausbau haben Anleger zuletzt verunsichert. Gelingt es aber Stoller, den Produktionshochlauf ohne grössere Stolpersteine umzusetzen und die Wachstumsstory zu bestätigen, könnte das Vertrauen der Investoren zurückkehren.
Für Anleger könnte nun der perfekte Zeitpunkt für Renditeoptimierung gekommen sein. Der neue Softcallable Barrier Reverse Convertible (BRC) verwandelt bereits eine Bodenbildung in dem aktuellen Abwärtstrend in bare Münze. Der auf CHF lautende BRC bietet bei einer Maximallaufzeit von 18 Monaten eine Verzinsung von 8.2% p.a. Auf der Unterseite lässt das Teilschutzprodukt dem Basiswert dabei viel Platz. Die Barriere wird bei 59% des Startwertes fixiert. Der BRC besitzt zudem eine Softcallable-Funktion, die zum ersten Mal nach 6 Monaten aktiv wird und zu einer vorzeitigen Rückzahlung führen kann.
Risikobereite Anleger können aber auf steigende und fallende Kurse bei dem Schweizer Nebenwert setzen und damit auf eine überproportionale Renditejagd gehen. Insgesamt befinden sich über 22 Hebel-Produkte auf Bachem in der Palette von Leonteq. Dabei handelt es sich um Call- sowie auch Put-Warrants mit unterschiedlichen Strikes und Laufzeiten bis maximal September 2026.
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