Am Mittwoch präsentiert UBS ihre Q2-Ergebnisse – gemäss AWP-Analyser rechnen Analysten im Schnitt mit einem Konzernergebnis von USD 2.23 Milliarden, fast eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr (USD 1.14 Mrd.). Auch beim Umsatz wird mit etwa USD 12 Milliarden ein leichter Anstieg erwartet. Rückenwind kommt von höheren verwalteten Vermögen und einem starken Marktumfeld: Die Grossbank könnte – ähnlich wie US-Peers – von Volatilität im Handels- und Beratungsgeschäft profitiert haben. Im Fokus steht jedoch nicht nur die operative Entwicklung, sondern auch die Frage, wie die Bank auf die vom Bundesrat geforderten zusätzlichen Eigenmittel, welche nach UBS-Berechnung bei rund USD 24 Milliarden liegen, reagieren wird.
Die UBS muss bereits USD 18 Milliarden zusätzliches Kapital aus der CS-Übernahme schultern – zusammen droht ein Kapitalbedarf von über USD 40 Milliarden. Das Management bezeichnet diese Anforderungen als „nicht verhältnismässig“ und will sich im Earnings Call dazu äussern. Gleichzeitig rückt der Integrationsprozess der Credit Suisse in eine kritische Phase – samt Umstellung der Schweizer Kundschaft und potenziellen personellen Konsequenzen. Die Aktie hat sich nach einem Rückschlag im April auf etwa 30 Franken erholt und liegt seit Jahresbeginn rund 10 % im Plus. Laut AWP-Analyser sehen Analysten die UBS-Aktie mehrheitlich positiv, was in 13 Kaufempfehlungen und einem durchschnittlichen Kursziel von CHF 31.10 resultiert.
All das sorgt für Spannung im Vorfeld – besonders für Anleger, die kurzfristige Marktbewegungen mit Mini Futures nutzen möchten. Ein starkes Ergebnis könnte den aktuellen Aufwärtstrend der Aktie stützen – oder enttäuschende Aussagen zur Kapitalpolitik für plötzliche Rücksetzer sorgen.
Noch Fragen? Wünschen Sie weitere Informationen? Wir helfen Ihnen gerne weiter unter 058 800 11 11, unter info@leonteq.com oder kontaktieren Sie uns hier.