Wenn sich die Aufmerksamkeit des Marktes vom Lieferanten zum Kunden verschiebt, stehen verschiedene US-Tech-Giganten besonders weit vorn. Dies gilt unter anderem für Amazon und Alphabet. Erstgenannter ist der weltweit grösste Cloud-Anbieter und bietet ein umfassendes Portfolio an KI-Lösungen für Unternehmen. Im ersten Quartal legte der AWS-Umsatz um 28% auf USD Mrd. 37.6 zu, während CEO Andy Jassy zugleich ein KI-Umsatztempo von mehr als USD Mrd. 15 auf Jahresbasis offenlegte. Noch interessanter ist, dass Amazons eigenes Chipgeschäft mit Graviton, Trainium und Nitro inzwischen eine annualisierte Umsatzrate von über USD Mrd. 20 erreicht hat. Um das Tempo hoch zu halten, plant Amazon in diesem Jahr mit Investitionen, vor allem für KI-Infrastruktur, von USD Mrd. 200. Die Chance liegt auf der Hand: Wenn Unternehmen komplette Agenten- und Inferenz-Workloads in die Cloud verlagern, verdient Amazon an Plattform, Rechenzentrum, Software-Layer und zunehmend auch am Silizium. Alphabet verbindet wiederum das Konsumentengeschäft von Google mit der wachsenden Schlagkraft von Google Cloud. Ein sattes Umsatzplus von 63% stand bei Google Cloud allein im Startquartal zu Buche. Gleichzeitig hob Alphabet seine Investitionspläne für KI-Rechenzentren auf USD Mrd. 190 an. Dass diese Ausgaben nicht ins Leere laufen, zeigt die Nachfrage. Zum Beispiel hat sich Anthropic dazu verpflichtet, binnen 5 Jahren USD Mrd. 200 für Google-Cloud-Dienste und Chips auszugeben.
War von KI-Schwergewichten die Rede, blieb Meta lange Zeit aussen vor. Doch gibt der Facebook-Konzern inzwischen mächtig Gas. Bereits im ersten Quartal beliefen sich die Investitionsausgaben auf USD Mrd. 19.8, für das Gesamtjahr hob Meta die Summe zuletzt auf USD Mrd. 125 bis 145 an. Gleichzeitig beschreibt CEO Mark Zuckerberg das Ziel offen als den Weg zur «persönlichen Superintelligenz» für Milliarden von Nutzern und verweist auf das erste Modell aus den Meta Superintelligence Labs. Jüngst kam ein weiterer Hebel hinzu: Medienberichten zufolge erwägt das Unternehmen den Aufbau eines Cloud-Geschäfts, um überschüssige KI-Rechenleistung zu vermarkten. Gelingt dieser Schritt, wäre Meta nicht mehr nur Werbeplattform und KI-Anwender, sondern zusätzlich auch Infrastrukturverkäufer – genau das Szenario, auf das die Kapitalmärkte derzeit positiv reagieren.
Microsoft schliesslich bleibt der am weitesten industrialisierte KI-Spieler im Unternehmensumfeld. Der Konzern meldete für das Quartal bis Ende März einen KI-Umsatz auf Jahresbasis von USD Mrd. 37 und ein Azure-Wachstum von stolzen 40%. Gleichzeitig ist Microsoft beim Ausbau der Rechenzentren fleissig: In den ersten neun Monaten 2025/26 wurden bereits USD Mrd. 80 ausgegeben, im letzten Viertel des Geschäftsjahres sollen weitere USD Mrd. 40 hinzukommen. Strategisch spannend ist zudem, dass Microsoft Anfang Juli mit «Frontier Company» eine neue Einheit startete, die Unternehmenskunden bei der Auswahl und Anpassung verschiedener KI-Modelle unterstützen soll. Daraus erwächst eine weitere Chance: Der Konzern könnte nicht nur von eigener KI-Nachfrage, sondern von der fortschreitenden Standardisierung unternehmensweiter KI-Workflows profitieren.
Aus Anlegersicht verdichtet sich damit ein offensichtliches Bild: Die erste KI-Börsenphase wurde von den Chipproduzenten dominiert, die zweite könnte den Plattformbetreibern gehören. Amazon, Alphabet, Meta und Microsoft vereinen robuste Kerngeschäfte, enorme Finanzkraft, direkten Kundenzugang und immer klarere Wege zur Monetarisierung ihrer KI-Investitionen. Wer in diese mögliche Rotation gezielt investieren möchte, kann das Thema mit zwei neuen Multi-Bonus-Zertifikaten auf einen gleichgewichteten Korb aus dem genannten Quartett umsetzen. Die Papiere, die in CHF und USD erhältlich sind, besitzen jeweils eine Outperformance-Funktion. Die Franken-Variante ist mit einer Upside-Partizipation von 110% ausgestattet, das USD-Produkt bietet gar eine gehebelte Teilnahme von 150%. Beide Produkte sind darüber hinaus mit einer Barriere bei 62% der Startlevels sowie einer Laufzeit von 2.5 Jahren ausgestattet. Sollte der Kurs des Baskets am Ende unterhalb des Anfangsniveaus notieren, endet das Investment nicht automatisch mit einem Verlust. Erst wenn die Barriere verletzt wird, kann es zu Abschlägen kommen. Dann gilt das klassische «Worst-of»-Prinzip. Mit den neuen Produkten bekommen Anleger eine teilgeschützte und zugleich gehebelte Anlagelösung, die nicht mehr nur die Schaufelverkäufer des KI-Booms im Blick hat, sondern die Betreiber der digitalen Goldminen selbst.
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