Die Angst vor künstlicher Intelligenz sprang inzwischen von der Softwarebranche auch auf den Logistik- und Finanzsektor über. Am Markt kamen Gerüchte auf, jemand hätte in wenigen Wochen ein Frachtmanagementsystem gebaut, das für einen Bruchteil der Kosten ähnliche Leistung erbringt – ohne Lizenzgebühren und mit einem KI-Agenten als Kern. Die Schlussfolgerung der Investoren ist einfach: Logistik ist Koordination, Koordination ist Daten, Daten sind ein natürlicher Nährboden für KI-Automatisierung. Plattformen, die Leerfahrten reduzieren, Auslastung erhöhen und Disposition beschleunigen, treffen das Herz der Branche. Doch auch hier gilt: Komplexität ist der Schutzwall, und etablierte Unternehmen bilden mit ihren Netzwerken, Erfahrungen und dem Vertrauen der Kunden ein enormes Gegengewicht. Banken wie die ZKB argumentieren entsprechend: Für komplexe, dringende, grosse Aufträge bleibt der Vorteil der etablierten Player intakt. Und die Unternehmen selbst setzen ebenfalls KI bereits ein, um Prozesse zu verbessern, nicht um sich selbst abzuschaffen.
Der dritte Sektor, der mittlerweile vom KI-Schock erfasst wurde, ist der Finanzbereich. Waren es zunächst nur die Versicherer, gerieten kurz darauf auch die Broker und Vermögensverwalter ins Visier. Das Muster wiederholt sich: KI senkt Transaktions- und Beratungskosten, erhöht Personalisierung und eröffnet alternative, KI-gestützte Angebote. So gerieten in Europa Onlinebroker und Vermögensverwalter unter Druck, nachdem in den USA Titel wie Charles Schwab schwächelten. Das Brokerhaus Jefferies sprach von einem breiten Ausverkauf bei europäischen Onlinebrokern aus Sorge, dass auch hier die Margen durch KI-Alternativen sinken könnten. Als unmittelbarer Auslöser wurde die Einführung eines KI-gestützten Steuerplanungstools genannt, ein Produkt, das zwar nicht das Finanzsystem ersetzt, aber genau dort sticht, wo Gebührenpsychologie und Kundenloyalität empfindlich sind. Die Experten der Bank of America sind allerdings der Ansicht, dass etablierte Finanzdienstleister einem höheren Risiko ausgesetzt sind, von Wettbewerbern, die KI-Tools bereits erfolgreich einsetzen, verdrängt zu werden, als von einem neuen KI-Tool. Die US-Bank geht nämlich davon aus, dass die Bindung von Kunden sowie die notwendige menschliche Interaktion einen wichtigen Wettbewerbsvorteil darstellen. Besonders in den Bereichen Kapitalmärkte, Firmenkundengeschäft und Vermögensverwaltung bildet der persönliche Service zusammen mit regulatorischen Anforderungen hohe Markteintrittsbarrieren.
Der Markt preist derzeit drei Dinge gleichzeitig ein: Geschäftsmodelle, Investitionszyklen und Kapitalstrukturen. Solange unklar ist, welches Unternehmen KI wirklich monetarisiert und welches nur investiert, können Kursbewegungen überreagieren – und das in beide Richtungen. Genau deshalb passt in dieses volatile Umfeld weniger die klassische Buy-and-hold-Strategie. Vielmehr könnte sich ein taktischer Ansatz auszahlen. Risikobereite Anleger, die Schwankungen aktiv nutzen möchten, können sich mit Hebelprodukten sowohl auf Long- als auch auf Short-Seite stellen. Dabei gilt es auf ein entsprechendes Risikomanagement sowie auf eine dem Gesamtdepot angemessene Positionsgrösse zu achten. Denn es liegt in der Natur der Hebelpapiere, dass sie nicht nur für enorme Chancen stehen, sondern auch für hohe Risiken. Eines zeigt die jüngste Vergangenheit sehr klar: In der KI-Ära entsteht Risiko nicht erst, wenn Unternehmenszahlen enttäuschen, sondern schon alleine, wenn ein Tool veröffentlicht wird. Daher gilt es, stets auf der Hut zu sein und den Nachrichtenflow genau zu verfolgen.
Egal, ob Alphabet, die Allianz, Kühne + Nagel, Microsoft, Oracle oder die UBS, in der mehr als 18'000 Hebelprodukte starken Auswahl von Leonteq finden Trader ein breites Spektrum an Aktien aus den derzeit «heissen» Sektoren Logistik, Tech und Banking. Von Mini-Futures, Warrants und Open-End Knock-Out Warrants bis hin zu weiteren strukturierten Lösungen für unterschiedliche Marktphasen werden Anleger bei Leonteq fündig. Dank niedriger Spreads können die Marktbewegungen kostengünstig und gezielt genutzt werden – mit den unterschiedlichen Hebelpapieren sowohl auf der Long- als auch auf der Short-Seite. So kann jeder seine individuelle Markterwartung effizient umsetzen und bleibt auch in schwankungsfreudigen Zeiten flexibel.
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