Elon Musk versetzt die Wall Street einmal mehr in helle Aufregung. Allerdings geht es beim jüngsten Statement des Tesla-CEO nicht um Produktinnovationen des Elektroautoherstellers. Vielmehr bestätigte der reichste Mann der Welt auf der Plattform X Pläne für einen Börsengang von SpaceX. Das Raumfahrtunternehmen könnte im ersten Halbjahr 2026 sein Debüt an der Wall Street geben. Erste Flüsterschätzungen sprechen SpaceX eine Bewertung von mehr als USD 1 Bio. zu. Musk könnte mithilfe der Börsenkotierung sein eigenes – aktuell von Forbes auf rund USD 500 Mrd. taxiertes – Vermögen weiter steigern und zugleich Kapital für die von ihm anvisierte Mission zum Mars einsammeln. «Es wird der verrückteste Börsengang in der Geschichte des Aktienmarktes werden», kommentierte Shay Boloor, Chefstratege bei Futurum Equities Research, die jüngste Entwicklung.
Wie gross die Euphorie um das mögliche Mega-IPO ist, zeigt auch ein Blick auf die jüngste Kursentwicklung von EchoStar – sie gleicht der Flugbahn einer Rakete. EchoStar zählt seit Anfang September zum exklusiven Kreis der SpaceX-Anteilseigner. Damals einigten sich die beiden Unternehmen auf eine Transaktion im Umfang von USD 17 Mrd. SpaceX erhielt für diese Summe ungenutzte US-Mobilfunklizenzen von EchoStar. Die Hälfte des Kaufpreises wurde mit Aktien des potenziellen Börsenkandidaten beglichen. Mit der Transaktion reagierte EchoStar auf den zunehmenden Druck der Federal Communications Commission (FCC). Die Behörde hatte zuvor damit begonnen, den schleppenden Ausbau des 5G-Mobilfunknetzes in den USA genauer unter die Lupe zu nehmen. Bereits vor dem Deal mit SpaceX hatte EchoStar Lizenzen an den Telekomriesen AT&T abgegeben.
Anfang November legte SpaceX nach und sicherte sich weitere Lizenzen im Wert von USD 2.6 Mrd. Im Gegenzug durfte EchoStar seine Beteiligung an dem Raketen- und Satellitenunternehmen – gemessen an der im September geltenden Bewertung – aufstocken. Das Unternehmen mit Sitz in Englewood im US-Bundesstaat Colorado möchte mithilfe der jüngsten Transaktionen die Schuldenlast reduzieren und zugleich in Wachstum investieren. Zudem sollen die Kunden der Mobilfunksparte Boost Mobile künftig Zugang zum Starlink-Netzwerk von SpaceX erhalten.
Der wichtigste Geschäftsbereich bleibt jedoch das Pay-TV-Geschäft. Ende des dritten Quartals 2025 zählte EchoStar auf den Plattformen Dish und Sling insgesamt knapp 7.2 Mio. Abonnenten. Rund zwei Drittel des jährlichen Gesamtumsatzes stammen aus dem Bezahlfernsehen. Neben dem klassischen Mobilfunkgeschäft (Wireless) bietet der Konzern in seiner dritten Sparte Breitband- und Satellitendienstleistungen an. Unter dem Label «Hughes» fallen darunter unter anderem Onboard-Internet für Fluggesellschaften sowie Kommunikationslösungen für militärische Zwecke.
An der Wall Street dürften vorerst die IPO-Pläne von SpaceX kursbestimmend für EchoStar bleiben. Analysten haben bereits begonnen, Kursziele für den Nasdaq-Titel in Abhängigkeit von der Bewertung der Musk-Weltraumfirma zu berechnen. So hat Morgan Stanley EchoStar auf «Overweight» hochgestuft und ein bullishes Kursziel von USD 120 ausgegeben. Sollte SpaceX eine Bewertung von USD 800 Mrd. erreichen, würde die Grossbank ihre Zielmarke für EchoStar sogar auf USD 150 anheben.
Noch ist es allerdings nicht so weit. In den kommenden Monaten muss sich zeigen, ob die aktuelle Euphorie anhält. Insofern und angesichts des steil nach oben gerichteten Kursverlaufs könnten Autocallable Barrier Reverse Convertibles auf EchoStar eine sinnvolle Alternative darstellen. Der Coupon fällt sowohl in der Produktwährung CHF (12% p.a.) als auch in USD (15% p.a.) prozentual zweistellig aus. Über die vergleichsweise tiefe Barriere von 59% des Anfangslevels ist die Renditechance teilgeschützt. Sollte EchoStar in den kommenden 18 Monaten auf dieses Niveau oder darunter fallen, wäre das Investment dem vollen Kursrisiko des Basiswertes ausgesetzt. Bitte beachten Sie zudem die Autocallable-Funktion, welche eine vorzeitige Kündigung und Rückzahlung dieser Emission ermöglicht.
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